Informationen

5. Rundschreiben 2012

Nachträgliche Schuldzinsen bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung

Wenn eine vermietete lmmobilie veräußert wurde und der Veräußerungspreis nicht ausreichte um die bestehenden Schulden abzudecken, waren die nach der Veräußerung gezahlten Schuldzinsen für den Restkredit steuerlich nicht mehr zu berücksichtigen. Dies wurde damit begründet, dass der ursprünglich bestehende wirtschaftliche Zusammenhang zwischen dem Darlehen, das zur Finanzierung der Anschaffungskosten diente und den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung mit der Veräußerung des Gebäudes beendet sei und die anschließend fortbestehenden Restdarlehens-Verbindlichkeiten ihre Ursache in dem im privaten Vermögensbereich erlittenen Veräußerungsverlust hatten.

Diese fiskalische Sicht war im Schrifttum immer umstritten und wurde durch die Verlängerung der Spekulationsfrist für Gebäude auf 10 Jahre (S 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 ESIG) noch unhaltbarer. Dies hat nun auch der Bundesfinanzhof so gesehen und hat in einer Grundsatzentscheidung seine bisherige Rechtsprechung aufgegeben.

Vollständige Mandanteninformation als PDF downloaden